Länggraben

Länggraben

Die Länggrabenleitung stammte aus den 30er Jahren. Die Leitung diente neben der Entwässerung des natürlichen Einzugsgebietes auch den Hochwasserentlastungen der Gemeindekanalisationssysteme Bühl und Hermrigen, dem Regenüberlauf des Regenklärbeckens (RKB I) der ARAT sowie der Entwässerung der Staatsstrasse (Hermrigen-Bühl). Die Kapazität der Leitung reichte bei weitem nicht mehr aus. Insbesondere die Entlastungen der Kanalisationssysteme und des RKB I führten bei Starkniederschlägen zur Überlastung und zu Rückstau. Die hydraulische Überprüfung im Rahmen des regionalen GEP der ARAT bestätigt die langjährigen Beobachtungen der Klärwärter, dass das RKB I nicht richtig funktionierte, weil aus der Länggrabenleitung Wasser infolge Rückstau in das RKB zurückdrückte. Gemäss dem Gesetz über Gewässerunterhalt und Wasserbau (WBG) vom 14. Februar 1989 handelte es sich bei der Länggrabenleitung um ein öffentliches Gewässer. Gemäss Stellungnahmen der zuständigen Amtsstellen kam nur eine Ausdolung des Gewässerabschnittes in Frage. Das Projekt sah die Erstellung eines offenen Grabens auf einer Länge von ca. 560m vor. Betroffen waren Flächen auf den Hoheitsgebieten der Gemeinden Bühl, Hermrigen und Epsach. In Absprache mit dem Oberingenieurkreis III, Biel wurde als Verfahren die Wasserbaubewilligung gemäss WBG gewählt. Die Auflage des Wasserbaugesuches erfolgte vom 1. bis 30. März 2004. Betreffend Finanzierung wurden ein Kostenverteiler und ein Finanzierungsmodell erarbeitet. Gemäss WBG oblag die Wasserbaupflicht der Gemeinde Hermrigen. Die Gemeinde Hermrigen übernahm daher als Bauherrin die Federführung.  

Wegebau

  • Neue Kieswege:259.0 m'
  • Gekofferte Rasenwege (angesät mit Spezialmischung): 487.3 m'
  • Instandstellung bestehende Wege: 654 m' (Bösemattweg)
  • Rückbau/Rekultivierung alter Kieswege: 360 m'

Ausbau des natürlichen Gerinnes (Länge ca. 560m')

  • Abhumusierung: 8'700 m2.
  • Maschineller Aushub zur Erstellung des Gerinnes: 9'022 m3 (fest).
  • Der Humus resp. das Erdmaterial wurden seitlich angelegt oder in die Deponie des    Unternehmers geführt.
  • Einbau eines Kiesstützkörpers auf ca. 500 m' des Grabens (1'090 m3 Kiesmaterial).
  • Gestaltung des natürlichen Gerinnes mit insgesamt 524 m3 Kiesmaterialien (Rundkies,   Kiessand II, Bollensteine und Schroppen).
  • Böschungsfusssicherung im Bereich des Prallhanges mittels Bollensteinen, Rundholz   (98 m'), Totholzfaschinen (145 m') und Flechtzäunen (74 m').
  • Kleinstrukturen:   23 Steinhaufen und 13 Asthaufen (z.T. mit zugeführten Baumstrünke).

Bau zweier Wellstahldurchlässe (Sytec TKB 8)


Bau von drei Sandfängen mit Jurasteinen

Insgesamt wurden für den Bau der Sandfänge (Böschung und Sohlenfixierung) und der Durchlässe inkl. dem Übergang zum alten Sandfang 774 to Jurasteine (D 30 bis 120cm) benötigt.


Leitungsbau

  • Sickerleitungen: 130 m'
  • PVC resp. PP Rohre DN 160 – 500 mm: 105 m' (Verlängerung der Drainagehauptleitungen   in den Graben).
  • Betonrohre DN 700 – 800 mm: 100 m' (Hang-, RW-Leitungen Gemeinden Bühl und   Hermrigen und Überlaufleitung RKB).

Anpassung der besehenden Schachtbauwerke

Für die Anpassung resp. den Umbau der bestehenden Schachtbauwerke mussten umfangreiche Betonspitzarbeiten ausgeführt werden.

News

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